Wie du Deinen „Positivitäts-Muskel“ trainierst!

Die Kunst, positive Gefühle zu stärken und negative Gefühle zu schwächen.

Im Krafttraining ist es ganz einfach. Dein Ziel ist Muskelaufbau, also trainierst du regelmäßig mit schweren Gewichten, du wirst stärker und deine Muskulatur wächst sichtbar. Richtig, aber was hat das mit dem „Positivitäts-Muskel“ zu tun?

Gefühlszustand trainieren

Für einen gesunden Körper ist es wichtig, auf die richtige Balance zu achten. Das Training ist nur dann gesund und hilfreich, wenn jeder Muskel proportional gleichermaßen wächst und stärker wird. Eine starke Brustmuskulatur führt zum Beispiel schnell zu Fehlhaltungen, wenn die Rückenmuskulatur zu schwach ist.

Genauso, wie ein regelmäßig trainierter Muskel immer stärker wird, kannst du auch deine positiven Gefühle und Emotionen stärken. Ja, du kannst tatsächlich deinen Gefühlszustand trainieren. Das ist extrem hilfreich, denn das Ziel eines jeden Menschen ist schließlich ein glückliches Leben.

Freude führt zu noch mehr Freude

Die Gefühle und Emotionen, die wir regelmäßig erleben, manifestieren sich in unserem Gehirn und werden zu unserem vorherrschenden Gefühlszustand. Es ist von großer Bedeutung, was den ganzen Tag lang in unserem Kopf passiert. Desto öfter wir uns im Alltag über all die schönen Kleinigkeiten freuen, desto öfter trainieren wir unseren „Positive-Gefühle-Muskel“. Das kann die Freude sein, wieder gesund aufgewacht zu sein, die Dankbarkeit über ein schönes Zuhause, oder die schönen Momente mit Freunden. Mit jedem positiven Gefühl, egal wie klein es ist, verknüpfen sich weitere Synapsen in unserem Gehirn und der Muskel wächst.

Die Gefühlsautobahn

Durch all die kleinen, schönen Momente schießen immer mehr positive Gefühle durch unser Gehirn, die immer mehr Platz zur Fortbewegung brauchen, eine Autobahn. Ein regelmäßiges, immer größer werdendes Verkehrsaufkommen von schönen Momenten muss irgendwie bewältigt werden. Die Gefühlsautobahn wird nach und nach ausgebaut, sie wächst, sodass immer mehr positive Gefühle und Emotionen Platz haben und zu unserem überwiegenden Gefühlszustand werden.

Die Autobahnen verhalten sich wie ein Muskel „Use it or lose it“. Muskeln, die nicht, oder nicht mehr benutzt werden, egal ob im Training, oder im Alltag, baut der Körper ab, da sie schlichtweg unnötig sind. Das bedeutet, dass die Autobahn der negativen Gefühle und Emotionen, also die Autobahn für Ärger, Angst, Wut, Hass und Eifersucht nach und nach zurück gebaut wird und nur noch ein kleiner, mit Gestrüpp zu gewucherter Trampelpfad übrig bleibt, der nur noch ganz sporadisch in Notfällen genutzt wird. Ein Durchkommen ist kaum noch möglich

Nutze die Autobahn

Achtung, nur weil die Autobahn jetzt existiert, bist du nicht fertig. Ist die Traumfigur erreicht, geht das Training trotzdem weiter, um diese Form zu halten. Use it or lose it, du hörst nicht auf, wenn du fertig bist.

Es kommen immer wieder Zeiten, die uns herausfordern, Zeiten in denen das Leben eine Überraschung bereithält, die uns gar nicht gefällt und wir eventuell vom Weg abkommen. Jetzt ist es wichtig, auf der Autobahn zu bleiben und nicht die Machete auszupacken, um die zu gewucherten Pfade der Negativität frei zu schlagen, denn diese Pfade können ganz schnell wieder zur Autobahn werden. Doch diese Autobahn führt nicht zum Strand, wo die Sonne scheint und alle Spaß haben.

 

Jetzt weißt du, was der Positive-Gefühle-Muskel ist. Hast du schon Deine zielführende Autobahn ausgebaut und bist mit Vollgas unterwegs?

Ich freue mich über Dein Feedback 😉

 

Beste Grüße, Sebastian